Hallo,
dies ist zwar keine schnelle Antwort (wegen Urlaub), doch immerhin kommt sie noch
Es ist immer schwierig, eine Allzweckanlage zu finden, die wirklich allen Gegebenheiten optimal gerecht wird. Ich würde versuchen, einen Hauptzweck zu definieren.
Wird die Anlage also hauptsächlich in einer Sporthalle eingesetzt, so muss je nach Zuschauerzahl schon eine ziemlich große Anlage her!
Auch für Beschallungen im Freien ist eine kleine Anlage nicht geeignet.
5000 - 8000 Euro sind eine ganze Menge Geld. Damit lässt sich schon viel anfangen.
Da die Anlage ja anscheinend auch noch gut transportabel sein muss, würde ich zu einer aktiven Anlage raten. Hier sind die Endstufen fest (meist in die Subwoofer) integriert und auf die Boxen gut abgestimmt. Dies minimiert auch den Verkabelungsaufwand.
Gut sind z. B. die Anlagen von HK Audio. Ich würde da dann zum Actor-System tendieren. Dieses besitzt 2 große Hi/Mid-Systeme und 4 große Subwoofer. Der Vorteil ist: Du kannst die Anlage je nach Rahmenbedingungen auch mit nur 2 Subwoofern einsetzen. Selbst eine Konfiguration mit nur einem Subwoofer ist für kleinere Events möglich.
Die Anlage macht ordentlich Druck.
Eine gute Alternative sind auch die Anlagen des Herstellers Seeburg. Dies ist ebenfalls ein deutscher Hersteller, der sich v. a. im Bereich der Großbeschallungssysteme einen Namen gemacht hat. Seit kurzem gibt es von diesem Hersteller ein neues aktives System in der Reiche Acoustic Line. Es wird unter dem Namen TS MiniSat+ (das + steht für aktiv) angeboten. Schon ein System (2 Tops, 1 Subwoofer) macht ordentlich Druck und stellt andere Anlagen bei weitem in den Schatten. In Eurem Budget wären aber auch durchaus zwei dieser Anlagen drin (man kann nämlich beliebig kombinieren).
Was die Monitore angeht, so wirst Du ebenfalls bei den genannten Firmen fündig. Von Billiganbietern/Hausmarken wie z. B. von Thomann würde ich abraten. Ich habe mit diesen Anlagen/Monitoren wiederholt schlechte Erfahrungen gemacht. HK Audio bietet ganz passable aktive Monitore an. Von passiven Monitoren würde ich derzeit abraten, da die Endstufenpreise für solide Endstufen namhafter Hersteller derzeit sehr hoch sind. Außerdem kann man auch mal schnell zwei aktive Monitore als kleine Beschallungsanlage benutzen.
Wenn Mackie nicht so teuer wäre, würde ich Dir an dieser Stelle zu einem Mackie-Mischpult raten, da diese eine solide Qualität besitzen und selbst von Profis geschätzt werden. Eine für Euch sicherlich bessere Alternative sind die neuen Yamaha-Mischpulte (M-Serie). Hier sind schon zwei Effektgeräte der SPX-Klasse (jedem PA-Verleiher geläufig) enthalten. Selbst an so wichtige Features wie eine TAP-Taste zum "Eintappen" des Songtempos (für getimete Delays) wurde gedacht. Die Mischpulte gibt es in allen erdenklichen Größen zu guten Preisen. Die Qualität ist sehr gut.
Aux-Wege hast Du dann auch reichlich vorhanden, durch die integrierten Effektgeräte gehen Dir dann keine Aux-Wege verloren.
Auf Equalizer für die Monitor-Wege etc. würde ich verzichten, sofern keine Erfahrungen im Einstellen derselben vorliegen. Ansonsten macht man den Sound damit nur kaputt. Sollten wirklich ständig Probleme mit Rückkopplungen etc. vorliegen, so kann man auch auf einen Feedback-Killer (z. B. von Sabine oder Behringer) zurückgreifen. Diese erfordern kaum Erfahrung und erledigen den Job automatisch. Soll es allerdings dann doch ein Equalizer für die Frontanlage sein, so schaut Euch mal den Behringer Ultracurve an. Dieser Digitale EQ wurde gerade neu aufgelegt. Für Dich wäre der Vorteil, dass eine einmal gefundene Einstellung einfach abgespeichert werden kann (z. B. "Sporthalle", "Schulhof", "Aula" etc.)
Gute analoge EQs sind sehr teuer, billige analoge Geräte würde ich nicht empfehlen, da diese zu große Phasenverschiebungen verursachen (die dann wiederum den Sound kaputt machen oder zu Rückkopplungen führen). Ich versuche zunächst immer, alle Probleme ohne EQ in den Griff zu bekommen (was fast immer klappt).
So, das war's.
Ich hoffe, dass Du mit den gemachten Vorschlägen was anfangen kannst.
Rückfragen sind stets willkommen.
Viele Grüße,
Markus